Trockene Augen bei Diabetikern

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Um den Blutzuckerspiegel bei von Diabetes Typ 1 oder Typ 2 Betroffenen auf einem gesunden Level zu halten, gibt es ausreichend Behandlungsmethoden. Diese sind abhängig davon, ob und in welcher Menge der Körper selbst noch Insulin zur Verfügung stellen kann. Gerade bei Diabetes Typ 2 (eher irreführend auch unter dem Begriff "Altersdiabetes" bekannt) produziert die Bauchspeicheldrüse zwar das Hormon Insulin, doch eine Insulinresistenz hat sich entwickelt - die Sensibilität der (übersättigten) Körperzellen ist gestört. Zunächst schüttet die Bauchspeicheldrüse zwar verstärkt Insulin aus, um diese Resistenz überwinden und weiterhin den überschüssigen Blutzucker in die Zellen schleusen zu können – doch irgendwann lässt sie in diesem erfolglosen Bemühen nach. Gerade bei einem beginnenden Diabetes mellitus Typ 2 kann oft schon durch eine Umstellung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens, gegebenenfalls plus orale Therapie, eine Normalisierung der Blutzuckerwerte bis hin zu einer Regeneration der Bauchspeicheldrüse erreicht werden. Ein fortschreitender Typ-2-Diabetes kann allerdings, genau wie Typ 1, in eine Insulin-Pflicht münden, d. h. in die Notwendigkeit von Insulin-Injektionen.
Der erhöhte Blutzuckerspiegel verursacht keine Schmerzen. Deshalb ist es für angehende Diabetiker umso wichtiger, diesen stets unter Kontrolle, beziehungsweise "in Schach" zu halten. Ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel kann bekanntermaßen die Nerven (Diabetische Neuropathie/Diabetischer Fuß) und die Gefäße (Arteriosklerose, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Herzinsuffizienz, Schlaganfall) schädigen. Bei der Diabetischen Retinopathie z. B., die schlimmstenfalls zur Erblindung führen kann, sind die zarten Gefäße im Augenhintergrund betroffen.
Leiden an Diabetes Erkrankte unter trockenen Augen, kann dies auf ein generell zu hohes Glukoseniveau im Blut und infolgedessen auf den Verlust von Meibom-Drüsen zurückzuführen sein. Deren Aufgabe es ist, den Lidrand einzufetten und für den notwendigen Tränenfilm zu sorgen.
Im Rahmen einer Studie, bei denen die Daten von 60 an Diabetes mellitus Typ 2 Erkrankten und die von 60 nicht von der Stoffwechselkrankheit Betroffenen verglichen worden sind, wurde deutlich, dass zwischen hohen Blutzuckerwerten und dem Schwund der Meibom-Drüsen ein Zusammenhang zu bestehen scheint. Immerhin hatten 35 von 37 Diabetikern mit einem HbA1c über 6,6 Prozent bereits mehr als 40 Prozent dieser Talgdrüsen eingebüßt. Unter den Diabetikern, bei denen ein HbA1c-Wert kleiner als 6,5 Prozent gemessen worden ist, waren von 23 nur 12 vom Meibom-Drüsen-Verlust betroffen. In der diabetesfreien Kontrollgruppe waren die Meibom-Drüsen überwiegend intakt.
Der Blutzuckerspiegel muss also unbedingt im Auge behalten werden und trockene Augen sollten Anlass geben, den HbA1c-Wert zu überprüfen.

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